Faber julia

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geboren 1984 in wien
1998-2003 Fotografie Ausbildung an der Höheren Graphischen Bundes Lehr- und Versuchsanstalt, Wien
2003 Werbeakademie Wifi Wien
2004 ein Jahr Fotoassistenz bei Robert Osmark, Modefotograf
2006 Malerei Studium bei Prof. Johanna Kandl an der Universität für Angewandte Kunst, Wien
lebt und arbeitet in wien

 

Im Zuge der FRAUENART VILLACH zeigt die Galerie ma-villach

liber de nymphis 

 

ausstellungsdauer: 26. september bis 25. november 2008

eröffnung: 25. september 2008, 19.00 uhr

 

Julia Faber setzt sich in ihren Bildern mit der mitteleuropäischen Mythen- und Sagenforschung auseinander. Diesen Volksglauben machten die Menschen damals für viele Regelübertretungen verantwortlich. Wobei speziell den Frauen ein besonders negativer Status angedichtet wurde. Es wurden Wesen erfunden, die die Menschen verführten und die somit an ihrer Gier und ihren sexuellen Trieben mit Schuld waren.

 

Julia Faber möchte dem Betrachter in ihren sog. „Zwischenräumen“ volkstümliche Tabus vor Augen führen und versucht die sowohl befreiende, wie auch einschränkende Natur derselben offen zu legen, indem sie diese Thematik in einen zeitgenössischen Kontext stellt.

 

In ihren Bildern tummeln sich Erd- oder Wasserdämonen, die Dämonenkinder, die sog. Wechselbalge vertauschen und von Menschenmüttern nähren und pflegen lassen; Waldfrauen, die durch ihre unzähmbare Freiheit und frei gelebte Sexualität den Männern unglaubliche Angst einflössen sowie südliche Wassergeister, wie der Nesrach, der gemeinsam mit einigen westlichen Wassergeistern durch die Welt fährt und die Menschen zu unerlaubter Liebe, allerlei Unzüchtigkeiten, Schmausereien, Trunk und Tanz anstiftet. Sodann gibt es auch eine spezielle Dämonengattung, die lucifugam bzw. lichtscheuen Dämonen, wie den Pustefix, der nur in der Nacht zum Vorschein kommt und für den Menschen äußerst gefährlich ist, da diejenigen, die er schicksalsbedingt anrührt oder anbläst, auf der Stelle Tod umfallen.

 

Viele Gelehrte und Theoretiker versuchten im 15. und 16. Jahrhundert Gattung und Gestalt der Dämonen in unterschiedliche Kategorien mit speziellen Eigenschaften einzuteilen. So sollen, laut einer existierenden Theorie, beim Engelssturz sehr viele Engel vom Himmel mitgerissen worden sein, allerdings nicht bis in die Tiefen der Hölle, sondern bereits auf der Erde in Steinen, Wasser, Luft und sonstigen Orten hängen geblieben sein. So schreibt der Hl. Athanasius, es wäre die ganze Luft von Teufeln bewohnt, sodass kein Winkel in der Welt existiere, in dem nicht der Teufel wohne…

 

  

»s+j«

»s+j«

Öl und Acryl auf Molino, 40x50cm, 2008

»o.t.«

»o.t.«

Öl und Acryl auf Molino, 50x60cm, 2008

druckgrafik

druckgrafik

50x70 cm, 2008

druckgrafik

druckgrafik

50x70 cm, 2008