kohlweiss iris
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geboren 1979 in wolfsberg/kärnten 1999-2000 Kolleg für Textildesign, experimentelle Weberei, University of Derby (UK) 2000-2007 Malerei, Animationsfilm und Tapisserie, Universität für angewandte Kunst, Meisterklasse Atterseee lebt und arbeitet als freie künstlerin in wien |
kinder der nacht
ausstellungsdauer: 9. februar bis 7. april 2007
eröffnung: 8. februar 2007, 19.00 uhr
die Ausstellung „kinder der nacht“ entstand zur Geschichte von Jean Cocteau, die von Elisabeth und Paul, einem sich innig liebenden Geschwisterpaar, deren Lebenselexier die Phantasie ist. Die beiden schaffen sich ein gemeinsames Zimmer, das durchtränkt ist mit dem Element der Träume, eine Art Parallelwelt, die Elisabeth und Paul verschlingt.
Tiris fasziniert dieses Zimmer, das sich keiner Ordnung fügt, das nicht geeignet ist sich zu verfestigen, aufgeladen durch die klaren und reinen Emotionen der Kinder, in dem ‚Luft leichter war als Luft war’ (Jean Cocteau).
Das Spiel, wie die Kinder ihren Zustand des Halbbewussten nennen, wirkt wie eine Droge. Raum und Zeit fügen sich, die Dinge bewegen sich in veränderten Richtungen und können so neue Muster bilden. Was die Kinder hier erschaffen ist ein Meisterwerk, das so wunderbar ist, weil es weder einer Absicht noch einem Zweck dient.
Die Arbeit der Künstlerin beschäftigt sich mit diesem Zimmer und dem Spiel. Sie dreht sich um die Zeremonien, die nächtlichen Schauspiele, die Grenzenlosigkeit und Leichtigkeit, um Verwandlungen und Zyklen von Erscheinungen, sowie um die Zustände der Verwirrung, die manche Übergänge im Spiel verursachen. Neue Muster bildend, den Raum auflösend, absichtslos, soll die Malerei von Tiris dem näher kommen.
Schon der Prozess des Malens selbst spielt mit den Aspekten des Sich-Verwandelns – das Spiel wird auf der Leinwand gespielt und erst in allerletzter Instanz wird eine Momentaufnahme zu einem bleibenden Bild verfestigt. Das Spiel kann aber immer noch weitergespielt werden, in einem neuen Raum, in einer neuen Zeit.










