nitsch hermann
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geboren 1938 in wien
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aktionsmalerei
ausstellungsdauer: 8. april bis 4. juni 2005
eröffnung: 7. april 2005, 19.00 uhr
Hermann Nitsch gilt als der wichtigste Initiator des Wiener Aktionismus. Der Künstler kann auf über 40 Schaffensjahre zurückblicken - beginnend bei der frühen Aktionsmalerei, der Zeit des Wiener Aktionismus Anfang der 1960er Jahre, der Konzeption und Entwicklung des Orgien Mysterien Theaters bis zur neuen, farbenintensiven Malerei.
Bereits im Jahr 1957 entwickelte Nitsch seine Idee vom Orgien-Mysterien-Theater (OMT). Dieses Projekt, das von der Vorstellung eines Gesamtkunstwerkes, unter Einbeziehung der Malerei, der Architektur und der Musik, ausgeht und auf der Grundlage griechischer Mysterienfeste, eine Kartharsis (Reinigung) zum Ziel hat, bestimmt bis heute Nitschs künstlerische Arbeit. Die Sinne des Menschen werden im Laufe des Spiels fast bis zu einem orgiastischen Höhepunkt angeregt, auf den dann, im Idealfall, ein Erkennen des Selbst folgt. Seit 1971 finden die meisten der "Orgien-Mysterien-Theater" Veranstaltungen in dem von Nitsch erworbenen Schloß Prinzendorf in Niederösterreich statt.
Neben seiner Malerei veranstaltete er aber ab 1960 auch erste "theatralische Malaktionen", zum Teil gemeinsam mit Otto Mühl und Adolf Frohner. Bis in die 80er Jahre widmete sich Nitsch dann ausschließlich der Verwirklichung seiner Idee des OMT, erst Mitte des letzten Jahrzehnts begann er wieder mit der Fertigung autonomer Malerei. Besondere Berühmtheit erlangte Hermann Nitsch 1995 durch seine Ausstattung und Regiebeteiligung an der Oper "Herodiade" von Jules Massenet an der Wiener Staatsoper.
Werke von Hermann Nitsch gehören zu den Beständen der wichtigsten Museen und Sammlungen der Welt – wie z.B.: Museum of Modern Art, New York; Guggenheim Collection, New York; Metropolitan Museum, New York; Tate Gallery, London; Saatchi Gallery, London; Musée Centre George Pompidou, Paris; Stedelijk Museum, Amsterdam; Museum Ludwig, Köln; Nationalgalerie München; MUMOK- Stiftung Ludwig, Wien; Wolfgang Gurlitt Museum, Linz; Rupertinum, Salzburg; Ferdinandeum, Innsbruck; Sammlung Essl, Klosterneuburg.
weitere ausstellungen von hermann nitsch in der ma-villach:
6. juni bis 25. juni 2005 | druckgrafiken





