kremsmayer hermann
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geboren 1957 in salzburg |
berührungen
ausstellungsdauer: 11. november 2005 bis 21. jänner 2006
eröffnung: 10. november 2005, 19.00 uhr
Zentral im Schaffen von Hermann Kremsmayer ist der Umgang mit oft kräftigen Farben und Farboberflächen, mit Textur und Materie.
Kremsmayer dehnt für sich den Begriff der abstrakten Malerei. Es geht ihm bei der Bildnerei immer nur um eines, nämlich um uns, – dem Menschenbild, das der Künstler bevorzugt atmosphärisch, aber auch in seiner körperlichen Präsenz wiedergibt. Kremsmayer konzentriert sich auf die Suche nach den spirituellen Eigenschaften seiner malerischen Mittel und ihrem Verwandlungspotential, indem er Rudimente menschlicher Gegenwart, sogar Körperlichkeit in seinen Empfindungs– und Wahrnehmungsmalereien festhält.
Er malt und nimmt weg, mit Werkzeugen, seinen Händen, bis sich Farben, Formen und Strukturen nuancenreichst vereinen. So entstehen vielschichtige Bildverhältnisse von verhaltener Sinnlichkeit, von poetischen Bezügen.
Dieses Gemisch aus Ölfarben, Farbpigmenten und Sanden dient der diffizilen Darstellung menschlicher Existenz und erinnert gleichzeitig an eine sphärische Welt ohne Grenzen zwischen Maler und Natur. Das Entstehen dieser Bildinhalte bekräftigten die mitteleuropäischen Wurzeln des Künstlers, aber auch Studienaufenthalte in Barcelona und den Wüsten von New Mexico.
Die Arbeiten von Kremsmayer verweisen auf das Selbstverständnis des Künstlers einerseits als "magischer Alchemist", der die Natur der Materialien erkennen, Substanzen verändern kann. Andererseits verleiht die eigene Lebensumgebung des Künstlers den Bildern Sinn. Kremsmayer will den Betrachter, der sich auf die Gratwanderung von Nähe und Distanz zu diesen Bildern einlässt, mittels malerischer Kommunikation, bewusst berühren.



