grabmayr franz
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geboren 1927 in Obervellach im Mölltal/Kärnten |
"der wilde"
Arbeiten auf Leinwand und Papier 1973-2003
ausstellungsdauer: 30. juli bis 30. spetember 2004
eröffnung: 29. juli 2004, 19.00 uhr
Am 29. juli 2004 eröffnet die ma-villach galerie ihr pforten und erweitert villach's kunstszene in ihrer ersten Ausstellung mit Arbeiten auf Leinwand und Papier von Franz Grabmayr. Das Lebenswerk des aus Kärnten stammenden Künstlers wurde 2002 in einer umfassend angelegten Retrospektive in der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien anlässlich seines 75. Geburtstages gezeigt und bestätigt einmal seine Bedeutung in der österreichischen Kunstgeschichte.
Gezeigt wird eine Auswahl an Ölbildern, deren Farbschichten Grabmayr entweder mit der Spachtel oder mit einem Pinsel dick aufträgt. Da die gekauften Ölfarben viel zu dünnflüssig sind, mischt der Künstler seine Farbpalette mit Pigmenten, Leinöl, Standöl und Eiern selbst zusammen. Dies ermöglicht ihm, die Farben sehr pastos aufzutragen, sodaß eine wild bewegte, expressive und abstrahierende Maltechnik entsteht und die Landschaften wie dreidimensionale Reliefe auf der Leinwand wirken läßt.
Der zweite wichtige Werkblock, der gezeigt wird, besteht aus Tanzblättern, die der Künstler nach Akt- modellen malt. Farbige Tusche erwiesen sich nach längeren Experimenten als das geeignetste Mittel, um die Wahrnehmung der Bewegung im Tanz explosiv und dynamisch auf Papier zu bringen.
Für Franz Grabmayr, der von Prof. Herbert Boeckl an der Akademie am Schillerplatz 1964 sein Diplom erhielt, ist die Abgeschiedenheit der Waldviertler Landschaften, in die er sich immer wieder aus Wien zurückzieht, das Elexier für sein schöpferisches Werk. Grabmayr kann als Vorläufer der „Jungen Wilden“ gesehen werden – allen voran ist er jedoch von Anfang an seinen eigenständigen und einzigartigen Weg gegangen und sich selbst und seiner Malerei treu geblieben.








