sipek borek
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geboren 1949 in prag/tschechien |
glaswerke
ausstellungsdauer: 11. november bis 23. dezember 2004
eröffnung: 10. november 2004, 19.00 uhr
Borek Sipek kam als Tscheche zwangsläufig mit der Tradition der böhmischen Glaskunst in Berührung, wenngleich ihn seine Biographie zunächst aus dem Einflussbereich der heimischen Glashütten hinausführte.
Sinnlichkeit und Neobarock
Mit seinen expressiven Überschwang und seinem Mut zum Kitsch und Schnörkeln schien er dem modernistischen Trend zu widerstehen. In seinem eigenen Designstudio kam es schon bald zur Kooperation mit weltbekannten Auftraggebern. Aufträge von prominenten Herstellern wie Alessi, Driade oder Vitra folgten Architekturaufträge von Karl Lagerfeld für seine Geschäftszentrale am Pariser Faubourg oder der Kyoto Opera in Japan.
Mehrere Architektur- und Designerpreise machten die internationale Fachwelt auf den eigenwilligen Gestalter aufmerksam. Auf persönliche Einladung von Václav Havel kehrte Sipek 1992 nach Prag zurück, um die Renovierung der Prager Burg zu leiten. Der Professur an der Prager Akademie folgte bald auch eine an der Wiener Universität für angewandte Kunst, wo er seit 1998 Industrial Design lehrt.
Kunstwerke als Gebrauchsgegenstände
Die Werke von Sipek vermitteln, dass es sich eigentlich nicht um Objekte handelt, sondern um Lebensweisen, die als Wesen mit uns leben. Eine Tasse oder ein Glas kann uns sehr stark beeinflussen. So wie wir sie halten und wie wir damit umgehen, entstehen Rituale durch Objekte, die verzaubern.

